Das Beste 2025 (Musik)

Seit Spotify mein musikalisches Alter bei 16 sieht, laufe ich mit stolzgeschwellter Brust umher – sooo jung, sooo up-to-date. Ist natürlich Quatsch. Spotify kann mich – wie seit Jahren – einfach nicht einschätzen, weil mein Musikgeschmack schlicht zu breit ist. Und darauf bilde ich mir tatsächlich etwas ein. Mich interessiert so viel Neues und Aktuelles, dass ich kaum dazu komme, Altbewährtes zu hören. Nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge die persönlichen Perlen des Musikjahres 2025, von denen es wieder einige gab.

Birds On A Wire, «Nuées ardentes»
Das dritte Album von Rosemary Standley und Dom La Nena ist ein federleichter Gang durch die Popgeschichte. Der Bandname ist an Leonard Cohen angelehnt. Folk ist auch bei diesem Duo die Basis. Ansonsten gibt es keine Epochen- und Genregrenzen. Allein, wie der Klassiker «Smalltown Boy» von Bronski Beat mit Cello und Kinderchor völlig neu angerichtet wird, ist betörend.

Divine Comedy, «Rainy Sunday Afternoon»
Grosse Songs, gesungen von einer der ganz grossen Stimmen des Pop: Neil Hannon. Am Kammerpop von Divine Comedy kann ich mich nicht satthören. Das 13. Album wurde in den Abbey Road Studios in London eingespielt und enthält wiederum hinreissend-elegante Melodien, die dank eines Klassikorchesters noch besser zur Geltung kommen.

Dub Spencer & Trance Hill, «Synchronos»
Hat es eigentlich je ein Album der Schweizer Dubformation gegeben, das es nicht in eine meiner Jahresbestenlisten geschafft hat? Kann mich grad nicht erinnern. Bereits die ersten Sekunden des ersten Songs hauen rein, wie nur was. Und dann ist man auch schon mittendrin in der hochpräzisen, aber nie sterilen Soundtüftelei von Dub Spencer & Trance Hill.

Ethel Cain, «Willoughby Tucker, I’ll Always Love You»
Eines der geheimnisvollsten Wesen im aktuellen Musikzirkus. War das ebenfalls 2025 veröffentlichte «Perverts» ein eineinhalbstündiger Drone-Krach, kehrt die Singer/Songwriterin Hayden Anhedönia hier zu klassischeren Songstrukturen zurück. Aber es bleibt magisch-zerdehnt, (alp-)traumhaft, unberechenbar. Das Album zeichnet ein Bild, wie man sich heutzutage in den Südstaaten der USA als Aussenseiterin fühlen muss – ziemlich einsam.

Geese, «Getting Killed»
Obschon sie schon knapp zehn Jahre zusammen spielen, sind sie immer noch Jungspunde. Entsprechend hemmungslos lassen es die New Yorker mit unglaublichem Groove rocken und krachen. Die Stimme von Cameron Winter vergisst man, einmal gehört, eh nie mehr. Sie kann aber, je nach Stimmungslage, auch nerven. Solange es solche Bands gibt, lebt der Indierock.

King Size Dub, «Hamburg»
30 Jahre hat die Dub-Compilation-Serie «King Size Dub» auf dem Buckel. 30 äusserst spannende Jahre, die mit dem Label Echo Beach einhergehen, das in Hamburg ansässig ist. Drei Dutzend Songs zeugen von der Vitalität der Stadt an der Elbe. Alles, was Rang und Namen hat, ist mit von der Partie: Deichkind, Fettes Brot, Udo Lindenberg, Jan Delay, Die Goldenen Zitronen, Knarf Rellöm, DJ Koze. Eine prächtige Sammlung Nischen-Musik.

Les Yeux d’la Tête, «La vie est belle»
Keine Jahresbestenliste ohne Worldmusic-Album. Dieses Pariser Sextett ist bekannt für mitreissende Konzerte, aber auch ab Konserve hat dieser Mix aus Balkan-Beats, Chanson, Folk und Swing die Wirkung einer Frischzellenkur. Leider steht die Schweiz nur höchst selten auf dem Tourplan von Les Yeux d’la Tête. Am jährlichen Zelt-Musik-Festival in Freiburg i.Br. sind sie dafür praktisch Stammgäste. Das ist ja nicht weit.

Nick Cave & The Bad Seeds, «Live God»
Konzerte von Nick Cave, auch wenn sie in sterilen Hallen stattfinden, sind mittlerweile so etwas wie Gospel-Messen mit Hohepriester Cave mittendrin. Dieses Album ist eine Sammlung des aktuellen Liveprogramms minus einige der schon (zu) oft veröffentlichten Hits («The Weeping Song», «Mercy Seat»). Die Live-Energie dringt auch via Tonträger aus jeder Rille. Es ist Musik von grosser Erhabenheit. Und Anlass dazu, Ausschau zu halten auf den nächsten Tourhalt in der Nähe.

Pink Floyd, «Pink Floyd At Pompeii (2025 Mix)»
Noch nie war der Auftritt von Pink Floyd in diesem antiken italienischen Amphitheater in derartiger klanglicher Brillanz zu hören (Mix: Steve Wilson, wer sonst). Er zeigt die Band an einem Wendepunkt ihrer Karriere – zwischen psychedelischen Experimenten und kommerzielleren Alben wie «The Dark Side Of The Moon» oder «Wish You Were Here», die Pink Floyd zu Weltstars machten.

Pulp, «More»
Zusammen mit dem fantastischen Auftritt am Montreux Jazz Festival ist das Comeback-Album der Briten einer der bleibendsten musikalischen Eindrücke der vergangenen zwölf Monate. Wie es Jarvis Cocker schafft, dem Älterwerden ein Schnippchen zu schlagen und weiterhin zeitlose Songs zu kreieren, ist sein Geheimnis. Wir lassen das gern geschehen. Möchten nur lieber nicht mehr so lange warten müssen bis zum nächsten Pulp-Lebenszeichen.

Radiohead, «Hail To The Thief (Live Recordings 2003–2009)»
Ein Album, das praktisch aus dem Nichts kam. Beim Anhören alter Liveaufnahmen sei man ob der damaligen Spielwucht regelrecht erschrocken, so Radiohead-Sänger Thom Yorke. Und habe sich daran gemacht, das bei der Veröffentlichung 2003 umstrittene Album «Hail To The Thief» für die Fans quasi neu aufzubereiten. Das ist sperriger, aufrüttelnder Rock, wie ihn nur diese Band zustande bringt.

Robert Finley, «Hallelujah! Don’t Let The Devil Food Ya»
Erst mit 62 hat er sein erstes Album veröffentlicht. Knapp zehn Jahre später ist Robert Finley einer jener Sänger, denen man attestiert, das Erbe der grossen Soul-Blues-Kämpen weitertragen zu können. Der vorliegende fünfte Longplayer wurde erneut von Dan Auerbach (Black Keys) produziert. Zum Einspielen der acht Songs genügte ein einziger Studiotag. Es sind rohe, funky, Gospel-getränkte Werke.

Rosalía, «Lux»
Wohl das meisterlichste Gesamtkunstwerk des Musikjahres 2025. Rosalía schöpft aus allem, was die Popwelt zu bieten hat, lässt Streicher jubilieren, Elektrogewitter sich entladen. Und über allem thront die Stimme der Spanierin. Pompös, verschwenderisch, berührend. In «Berghain» zeigt sich in weniger als drei Minuten die Einzigartigkeit von Rosalía – hier kommt es sogar zu einem Zusammentreffen mit Björk, dieser einst ebenso innovativen isländischen Musikerin.

The Last Dinner Party, «From The Pyre»
Theatraler, barocker Pop: Dafür stehen die Britinnen um Sängerin Abigail Morris. Sie kreieren wunderbare Klangbilder im Stile von Kate Bush. Am Schluss lodert ein Fegefeuer. «From The Pyre» meint «Vom Scheiterhaufen». Allerdings nicht im Sinne von «Wir liegen auf dem Scheiterhaufen», sondern «In uns lodert ein Feuer». Willkommen in der Welt des 70er-Glamrocks. Keine Band lässt jene Epoche so sinnlich wiederauferstehen wie The Last Dinner Party.

Young Gods, «Appear Disappear»
Wow, die nicht mehr ganz so jungen Götter finden den Weg nochmals zurück zu ihrem Markenzeichen: Brachialem Industrial-Rock, der x andere Bands beeinflusst hat (Nine Inch Nails, Nirvana, Faith No More). Die Genfer musizieren wuchtig, ufern auf dem aktuellen Album aber nie aus, lediglich ein Song überschreitet die 6-Minuten-Grenze. Und sie reihen sich nahtlos ein in Klassiker wie «Skinflowers». 40 Jahre Young Gods und, so macht es den Anschein, kein bisschen müde. Gut so.

Ebenfalls gern gehört:
Adrian Sherwood, «The Collapse Of Everything»
Baxter Dury, «Allbarone»
Beirut, «A Study Of Losses»
Ben Kweller, «Cover The Mirrors»
Brown Spirits, «Cosmic Seeds»
Caroline, «Caroline 2»
Cass McCombs, «Interiors Live Oak»
CMAT, «Euro-Country»
Colosseum, «XI»
Derya Yildirim & Grup Şimşek, «Yarin Yoksa»
DJ Koze, «Music Can Hear Us»
Doves, «Constellations For The Lonely»
Durand Jones & The Indications, «Flowers»
Edwyn Collins, «Nation Shall Speak Unto Nation»
Folk Bitch Trio, «Now Would Be A Good Time»
Heartworms, «Glutton For Punishment»
Jeff Tweedy, «Twilight Override»
John Fogerty, «Legacy: The Creedence Clearwater Revival Years (John’s Version)»
Kinky Friedman, «Poet Of Motel 6»
Panda Bear, «Sinister Grift»
Poppa Chubby & Friends, «I Love Freddie Kind»
Puts Marie, Pigeons, Politicians & Pinups During The End Time Of Mankind»
Queens Of The Stone Age, «Alive In The Catacombs» (EP)
Ryan Davis & The Roadhouse Band, «New Threats From The Soul»
Sharon Van Etten & The Attachment Theory,
Soul Rebel (Ras Theo meets Lone Ark)
Stahlberger, «Immer dur Nächt»
Studio, «West Coast»
Suede, «Antidepressants»
The Beauty Of Gemina Trio+, «Little Big Beat Studio Live Session»
Wednesday, «Bleeds»
Wet Leg, «Moisturizer»
Yzoula & Louis Fontaine, «Des Animaux Pires Que Moi»

Das Beste 2020 – TONTRÄGER

Keine Jahresbestenliste 2020 ohne Corona-Einfluss. Seltsamerweise mit dem Effekt, dass mich kaum eine Liste der diversen Pop-Gazetten, Internetportale, Radiostationen oder Blogs wirklich glücklich macht. Na ja… dann halt der eigenen Nase bzw. den eigenen Ohren nach. Für Listenfreaks lohnt sich übrigens, wie immer, ein Blick auf Albumoftheyear.org.

Dino Brandão/Faber/Sophie Hunger, «Ich liebe Dich»
Das Beste kommt zum Schluss. Erst zum Ende dieses Jahres veröffentlicht, hat sich dieses Album innert Tagen zu einem absoluten Liebling entwickelt. Es ist eine umso berührendere Liedsammlung, wenn man weiss, dass sie so nie geplant war. Faber, Sophie Hunger und das Hunger-Bandmitglied Dino Brandão – eine veritable Schweizer Singer/Songwriter-Supergroup – haben den Livekonzert-Lockdown genutzt, um ihre Seelen nach aussen zu kehren und sich in Mundart, und zurückhaltend instrumentiert, allen Facetten der Liebe zu widmen. Das geht so nah, wie es sonst nur die Liebe selber tut. Anspieltipp: «Derfi di hebe».

Sault, «Untitled (Black Is)»
Sault, «Untitled (Rise)»
DER politische Kommentar zur Black-Lives-Matter-Bewegung, und das gleich im Doppelpack. Das weitgehende anonyme Musikerkollektiv aus Grossbritannien hat alle Spielarten schwarzer Musik drauf: Soul, R’n’B, Gospel, Disco, Funk, Afrobeat, House. Die gereckte Faust auf dem Cover des im Juni veröffentlichten Albums «Untitled (Black Is)» sagt alles – Protest, Gegenkultur ist nötiger denn je. Drei Monate später dann «Untitled (Rise)» mit gefalteten Händen auf dem Cover und einer Spur mehr Zuversicht. «Von Ohnmacht zu Empowerment», wie es ein Kritiker treffend ausdrückte. Auf Youtube steht das ganze Album «Untitled (Black Is)» zur Verfügung.

Kjellvandertonbruket, «Doom Country»
Christian Kjellvander, «About Love And Loving Again»

Ebenfalls mit zwei Alben innerhalb eines Jahres wartet der schwedische Singer-Songwriter Christian Kjellvander auf. Für mich ist seine tiefe, ruhige Stimme immer wieder Balsam auf die Seele. «Doom Country» ist eine Kollaboration mit einer anderen nordländischen Institution: der Jazzformation Tonbruket. Insbesondere der Dreiteiler «Normal Behaviour In A Cutting Garden» hat hypnotische Wirkung. Etwas konventioneller geht es auf «About Love And Loving Again» zu und her. Auf diesem Album erinnert Kjellvander so stark wie noch nie an Nick Cave oder Leonard Cohen. Anspieltipp: «Process Of Pyoneers».

Sparks, «A Steady Drip, Drip, Drip»
Die Gebrüder Ron und Russell Mael sind beide schon deutlich jenseits der 70. Wie es die Kalifornier schaffen, immer noch so überdrehte, vor Jugendlichkeit strotzende Popmusik zu machen, bleibt ihr Geheimnis. Jedenfalls haben Sparks 14 neue Songs aus dem Ärmel geschüttelt, die einen durch die Wohnung hüpfen lassen und einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sobald sie erklingen. Müsste ich für das Morgenprogramm eines Radiosenders die Musik zusammenstellen, ich würde das Album integral abspielen. Jeden Tag. Anspieltipp: «All That».

Don Bryant, «You Make Me Feel»
Einer dieser grossartigen Künstler, die ihre Arbeit vor allem hinter den Kulissen für andere verrichteten. Der inzwischen 78-jährige Don Bryant hat u.a. für Ann Peebles in den Siebzigern den später auch von Tina Turner gecoverten Hit «I Can’t Stand The Rain» geschrieben. Unterstützt von der fantastischen Begleitcombo The Bo-Keys aus dem Stax/Memphis-Umfeld ist nun ein zweites Album erschienen, auf dem der Veteran seine ausdrucksstarke Soulstimme erklingen lässt. Zeitlose Musik, wie sie authentischer nicht sein könnte. Mit «Is It Over» enthält «You Make Me Feel» zudem die Ballade des Jahres. Derselbe Song hier in einer Live-Version.

La Rue Kétanou, «2020»
Wer vermisst nicht jene Livekonzerte, an denen so richtig die Post abgeht und alle tanzen, als gäbe es kein Morgen. Eine dieser Bands, die für solche Erlebnisse sorgt, wenn nicht gerade Corona herrscht, heisst La Rue Kétanou und stammt aus Frankreich. Weshalb es die drei Strassenmusiker auf die grossen Bühnen gebracht haben, zeigt dieses Album. Schmissige Weisen, mehrstimmiger Gesang, ein Akkordeon zum Dahinschmelzen. La Rue Kétanou haben alles zu bieten zwischen Folk, Reggae und Balkan. Hörtipp: Konzert am Festival Au fil de l’eau.

Hamilton Leithauser, «The Loves Of Your Life»
Hamilton Leithauser, «Live! At Café Carlyle»

Und schon wieder ein Doppelpack, wobei mir das Livealbum mit seiner kuriosen Abmischung und dem lahmen Applaus nur bedingt gefällt. Aber der Song «Here They Come», der auch aus dem Studioalbum «The Loves Of Your Life» herausragt, ist schlicht grandios. Ebenfalls das gleich nachfolgende Big-Thief-Cover «Not». Hamilton Leithauser hat eine Stimme zum Niederknien, was auch einigermassen verschmerzen lässt, dass seine Hauptband The Walkmen seit 2013 auf umbestimmte Zeit pausiert. Anspieltipp: «Here They Come».

Dub Spencer & Trance Hill, «Tumultus II»
Im Ranking der schlechtesten Bandnamen kommt die Schweizer Instrumental-Dub-Formation nicht von einem Spitzenplatz weg. Aber spielt der Name eine Rolle, wenn der Inhalt dermassen stimmt? Die Ausgangslage für dieses Album ist ja einigermassen speziell: Es geht um Alltagsgeräusche zu Zeiten römischer Legionäre, also klirrenden und scheppernden Rüstungen und Waffen, marschierenden Truppen, kämpfenden Gladiatoren, die von Fanfarenklängen begleitet werden. Mit Dub ist dieses ausgeklügelte Konzeptalbum nur dürftig umschrieben. Es lässt sich auch ansonsten nur schwer in Worte fassen. Deshalb: Wer offene Ohren hat, der höre… Anspieltipp: «Tumultus».

Jarv Is… Jarvis Cocker, «Beyond The Pale»
Wie schon bei Christian Kjellvander der erste Eindruck: Ist da Leonard Cohen am Werk? Ist er nicht, dafür der ehemalige Frontmann der Band Pulp: Jarvis Cocker. Mit jedem Soloalbum begeht der Brite neue Wege. Hymnischer Pop mit psychedelischen Anstrichen ist es diesmal. Die Rhythmen treiben die üppig instrumentierten Songs voran. Moll kommt klar vor Dur, wobei das Album gerade deshalb – und trotz eher düsterer Inhalte – eine einnehmende Wärme ausstrahlt. Dazu jubilieren Chöre im Überfluss. Anspieltipp: «Save The Whale».

Israel Nash, «Topaz»
Israel Nash, «Across The Water»
Die 21 Minuten lange und fünf Songs umfassende EP «Topaz» ist zwar nur der Vorbote für ein ganzes Album 2021. Aber: Ich kann mich nicht satthören an diesem «Southern Rock in Zuckerwatte» (Zitat aus einer Kritik). Das überquillt förmlich von Gitarren, Chören, Bläsern und der Reibeisen-Stimme des texanischen Rockers Israel Nash. Vor allem aber: Es sind samt und sonders sackstarke Songs. Die ebenfalls dieses Jahr veröffentlichte Live-Scheibe «Across The Water» kann mich dagegen wegen der Setlist und der bescheidenen Aufnahmequalität nicht wirklich begeistern. Anspieltipp ab «Topaz»: «Southern Coasts».

Ebenfalls gern und häufig gehört habe ich (in alphabetischer Reihenfolge):
A.A. Williams («Forever Blue»)
Aeronauten («Neun Extraleben»)
Arca («@@@@@»)
Baxter Dury («The Night Chancers»)
Bettye LaVette («Blackbirds»)
Bill Callahan («Gold Record»)
Chris Forsyth with Garcia Peoples («Peoples Motel Band»)
Crucchi Gang («Die Italo Compilation»)
Denise Sherwood («This Road»)
Einstürzende Neubauten («Alles in allem»)
Elvis Costello («Hey Clockface»)
Elbow («Elbowrooms»)
Fleet Foxes («Shore»)
Fontaines D.C. («A Hero’s Death»)
Hermanos Gutierrez («Hijos Del Sol»)
Idles («Ultra Mono»)
Jah Wobble («In Dub II»)
Joe Volk & Naiare («Primitive Energetics»)
Kruder & Dorfmeister («1995»)
Div. LateNightTales (Hot Chip)
Div. LateNightTales (Kruangbin)
Les Hurlements d’Léo («Mondial Stéréo»)
Manuel Stahlberger/Bit-Tuner («I däre Show»)
Mavericks («En Español»)
Monophonics («It’s Only You»)
Moses Sumney («Grae»)
Other Lives («For Their Love»)
Perfume Genius («Set My Heart On Fire Immediatly»)
Rufus Wainwright («Unfollow The Rules»)
Sonny Green («Found! One Soul Singer»)
Sophie Hunger («Halluzinationen»)
Tami Neilson («Chickaboom!»)
The Soft Pink Truth («Shall We Go On Sinning So That Grace May Increase?»)
Travis («10 Songs»)
Troubas Kater («Iz eifach nid abe luege»)
Wire («Mind Hive»)

Enttäuschung des Jahres:
Archive («Versions» und «Versions: Remixed»): Wie kann man bloss ein grossartiges Werk zu schlechteren Versionen verhunzen und diese dann noch viel bedenklicher remixen (lassen)?

Einzelne Songs:
All diese Gewalt («Andere»)
Bob Dylan («Murder Most Foul»)
Dralms («Plants Behind Glass»)
Ghostpoet («Concrete Pony»)
Grandaddy («RIP Coyote Condo #5»)
John Cale («Lazy Day»)
Lawrence Arabia («Malade»)
Mothers Pride («Count Your Angles», «Old Enough To Die Young» und «When Love Comes Knocking»)
Motorpsycho («N.O.X. I–V»)
Nils Frahm («Fundamental Values»)
Patrick Watson («Lost With You»)
Puts Marie («Love Boat 2»)
Sleaford Mods/Billy Nomates («Mork n Mindy»)
Steiner & Madlaina («La Dolce Vita»)
Tindersticks («You’ll Have To Scream Louder»)
Tocotronic («Hoffnung»)