Das Beste 2024 (Musik)

Fans von Bestenlisten haben bestimmt die Jahresbilanz des britischen «Guardian» gesehen. Auf den ersten Plätzen tummeln sich fast ausschliesslich Musikerinnen, von Charli XCX über Cindy Lee zu Billie Eilish, Clairo, Beyoncé, Nilüfer Yanya, Kim Gordon, Sabrina Carpenter und und und. Die grosse Abwesende: Taylor Swift, obwohl 2024 über kaum eine andere Sängerin derart viel berichtet wurde wie über die 35-jährige Amerikanerin. Ich selber bin bei musikalischen Erzeugnissen kein Anhänger geschlechtsspezifischer Betrachtungen – mir ist einfach eine gewisse Langzeitwirkung wichtig. Und Kriterien, die Songs zu dem machen, dass man sie auch gerne in Dauerschlaufe hört. Wobei das mit Einzelsongs so eine Sache ist. Am liebsten ist mir unverändert das Albumformat, denn das ist nochmals eine ganz andere Kunstform. Hier in alphabetischer Reihenfolge das, was mir das vergangene Jahr über am meisten Freude bereitet hat.

Beak>, >>>>
Die Band von Ex-Portishead-Schlagzeuger Geoff Barrow mit ihrem ersten grösseren Lebenszeichen nach längerer Pause. Grossartiger Krautrock und Anverwandtes in Songs jenseits der 3-Minuten-Grenze.

Cassandra Jenkins, «My Light, My Destroyer»
Watteweicher Ambient-Folk, bei dem die New Yorkerin zwischendurch auch die Rockgitarre krachen lässt. Prächtige Songs, hübsch arrangiert mit Streichern/Bläsern. Und natürlich wunderbar gesungen.

Element Of Crime, «Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin (live)»
Der Soundtrack zu Charly Hübners Dokumentarfilm, welcher 40 Jahre Bandgeschichte umfasst. Ein 16 melodietriefende Lieder umfassender Streifzug durch Berliner Clubs und Konzertsäle. Anders gesagt: Eine «Best of…»-Sammlung der besonderen und besonders gelungenen Art.

Grandaddy, «Blu Wav»
Nein, dies ist kein neues «The Sophtware Slump», dazu fehlen Abwechslung und Überraschungen. Aber ein sehr willkommenes Wiederhören mit dem unverwechselbaren Grandaddy-Sound, dem viel Americana innewohnt.

King Hannah, «Big Swimmer»
Das Resultat einer USA-Reise, welches die Sängerin aus Liverpool hier präsentiert. Das mäandert zwischen klassischen Americana-Sounds und psychedelischem Wüstenrock. Ein zeitloser Trip.

King Size Dub 24, Diverse
Stellvertretend für das weltweit in Nischen gepflegte Dub-Schaffen. Hier stammt das meiste von KünstlerInnen, die beim deutschen Label Echo Beach zu Hause sind und das ganze Spektrum dieses Genres abzudecken verstehen.

Lady Blackbird, «Slang Spirituals»
Eine ganz grosse Stimme des Gospel, Jazz, Funk und Soul. Live gibt sie den Paradiesvogel – im Versuch, ihre christliche Prägung und ihre queere Identität in Einklang zu bringen. Das euphorisierendste Album in dieser Aufzählung.

Marla Hansen, «Salt»
Aus der Not, sprich dem Corona-Lockdown geboren. Die in Berlin lebende Amerikanerin, die schon mit allerlei Berühmtheiten von Sufjan Stevens bis Kanye West zu tun hatte, spielte diese faszinierenden Kammerpop-Songs in Eigenregie ein.

Mikko Joensuu, «Long Ark»
Seit ich den Finnen 2017 am Iceland Airwaves live erleben durfte, ist es um mich geschehen. Zwischen Melancholie und Depression ist es bei Mikko Joensuu nie weit. Allein der 16-Minüter «Thy Will» lohnt dieses Album.

Mono, «Oath»
Bei Mono handelt es sich um eine japanische Post-Rock-Band. Dies markiert die letzte Zusammenarbeit mit Produzenten-Legende Steve Albini, der letzten Mai verstorben ist. Prachtvoller Gitarren-Noise irgendwo zwischen Godspeed You! Black Emperor und Mogwai.

Peder, «The Coldest Man Alive»
Das Wort Tausendsassa ist bei diesem Dänen wohl nicht verkehrt – er ist Schauspieler, Filmmusik-Komponist (u.a. «Breaking Bad»), Musiker. Und legt hier ein Sammlung von Ohrwürmern vor, die manchmal an David Lynch erinnern.

Slowshift, «World Going One Way»
Wenn Klassik, Jazz, Elektro und harter Rock derart gekonnt durcheinander gewirbelt werden, kann eigentlich nur der Norweger Kristoffer Lo dahinterstecken. Mit Musikern von Motorpsycho und Of Monsters And Men hat er Gleichgesinnte gefunden für seinen Breitleinwand-Sound.

T Bone Burnett, «The Other Side»
Er ist so etwas wie die Überfigur des Americana-Revivals, hat schon mit Gott und der Welt gespielt. Diesmal ist etwa Rosanne Cash mit von der Partie. Das Dutzend Songs ist nahe beim Country angesiedelt und eben doch nicht ganz, was ihren Reiz ausmacht.

The Smile, «Cutouts»
Die beste Nicht-Radiohead-Scheibe, wobei mit Thom Yorke und Jonny Greenwood schon ziemlich viel Radiohead drinsteckt. Exzellente Resteverwertung des erst gut ein halbes Jahr zuvor erschienenen Albums «Wall Of Eyes».

Vampire Weekend, «Only God Was Above Us»
Die Lieblinge der Indie-Gemeinde haben mit dieser Sammlung stets leicht überladen wirkender Songs lange auf sich warten lassen. Und hauen einen mit ihren quirligen Grossstadt-Hymnen schier aus den Socken. Mehr davon – bald!

Ebenfalls gern gehört:
Aaron Frazer, «Into The Blue»
Aircooled, «Eat The Gold»
Beth Gibbons, «Lives Outgrown»
Beyoncé, «Cowboy Carter»
Bill Ryder-Jones, «Iechyd Da»
Black Keys, «Ohio Players»
Christos DC, «Kung Fu Action Theatre»
Cure, «Songs Of A Lost World»
Decemberists, «As It Ever Was, So It Will Be Again»
Doug Paisley, «Sad Old World»
Dub Shepards, «Tape Me Out, Vol. 5»
Eels, «Eels Time!»
Elbow, «Audio Vertigo»
Emiliana Torrini, «Miss Flower»
Faber, «Addio»
Father John Misty, «Mahashmashana»
Fat White Family, «Forgiveness Is Yours»
Fontaines D.C., «Romance»
Gruff Rhys, «Sadness Sets Me Free»
Hayden Thorpe, «Ness»
Hermanos Gutiérrez, «Sonido Cósmico»
Horace Andy & Jah Wobble, «Timeless Roots»
Hornsman Coyote meets House Of Riddim, «Madman Slide»
Idles, «Tangk»
J. Bernardt, «Contigo»
Jack White, «No Name»
James, «Yummi»
JD McPherson, «Nite Owls»
John Cale, «POPtical Illusion»
Kamazi Washington, «Fearless Movement»
Lafayette Gilchrist, «Undaunted» (Nov. 23)
Lamplight, «Lamplight»
Linda Thompson, «Proxy Music»
Lord Kesseli & The Drums, «I Was In Love»
Loren Kramar, «Glovemaker»
Manu Chao, «Viva Tu»
Michael Head & The Red Elastic Band, «Loophole»
Michael Kiwanuka, «Small Changes»
Michelle David & The True-Tones, «Brothers & Sisters»
MJ Lenderman, «Manning Fireworks»
Nick Cave & The Bad Seeds, «Wild God»
One Sentence.Supervisor, «Temporär Musik 20-29»
Opeth, «The Last Will And Testament»
Raymond Richards, «Sand Paintings»
Red Hot Org, «Transa» (Diverse)
Richard Hawley, «In This City They Call You Love»
Roman Nowka’s Hot 3 & Stephan Eicher, «Kunscht isch geng es Risiko – eine Hommage an die Musik von Mani Matter»
Roots Architects, «From Then ‘Till Now»
Secret Sisters, «Mind, Man, Medicine»
Soap & Skin, «Torso»
Soft Loft, «The Party And The Mess»
Starsailor, «Where The Wild Things Grow»
The Last Dinner Party, «Prelude To Ecstasy»
Tindersticks, «Soft Tissue»
Tucker Zimmerman, «Dance Of Love»
Underworld, «Strawberry Hotel»
Youthie & Macca Dread, «Gecko Tones»
Vibronics, «Woman On A Mission 2»
Wayne Graham, «Bastion»
Wolfgang Valbrun, «Flawed By Design»

Das Beste 2023 (Musik)

In meiner Lieblingsmusiksendung «Sounds!» auf SRF 3 war es dieses Jahr mehr als einmal ein Thema – dass es kaum mehr Alben gibt, die über die ganze Länge überzeugen. Ich mag dem nicht so recht zustimmen, denn: Hat man nicht schon immer den einen oder anderen Song auf einer Platte übersprungen, weil er einem nicht gefiel, weil er nicht passte, weil er abfiel vom Rest oder schlicht Schrott war? 2023 war tatsächlich nicht das grösste Jahr in Sachen Longplayer, die von A bis Z zu gefallen wissen. Das eine oder andere hat meinen Ohren – quer durch alle Stile und Genres – aber doch viel Freude bereitet. Der Streamingdienst Spotify nennt es in seiner ganzen Hilflosigkeit Crank Wave (und im vergangenen Jahr Chamber Psych). Wer mich heuer aufgrund von einzelnen Songs oder Konzerten am meisten überzeugt hat, wartet übrigens erst 2024 mit einem neuen Album auf: Grandaddy, Manu Delago und Slowshift.

A. Savage, «Several Songs About Fire»
Amerikanischer Singer/Songwriter mit angenehmer Stimme, grossartigem Liedmaterial und unaufgeregter, halbakustischer Darbietung.

Bdrmm, «I Don’t Know»
Stoisch-pulsierende Rhythmen, ein Bass, der voranschreitet, verschwommene Stimmen. Und dann – wumms – kracht es auch mal. Britischer Shoegaze.

Creation Rebel, «Hostile Environment»
40 Jahre, nachdem sie in Grossbritannien eine Brücke zwischen Reggae und Punk schlugen, kommt aus dem Nichts ein neues Werk der Dub-Legende (Hausband von On-U Sound Records).

D.K. Harrell, «The Right Man»
Blues im Stil von B.B. King. Von einem Amerikaner Mitte 20, der alle Songs selbst schreibt. Ein Debütalbum, wie man es besser nicht machen kann.

Eddie Chacon, «Sundown»
Die eine Hälfte des R&B-Duos Charles & Eddie überrascht mit einer Sammlung von feinen, soulig-sanften, von viel Sonne getränkten Liedern.

Föllakzoid, «V»
Minimalistischer, psychedelischer Neokrautrock aus Chile. Auch dieses fünfte Album mit wiederum überlangen Stücken ist geeignet, einen in Trance zu versetzen.

Gaz Coombes, «Turn The Car Around»
Sagen wir dem, was der Supergrass-Sänger hier macht, Post-Britpop. Epische Kunstwerke, auf Melodien bauend, die schlicht göttlich sind.

John Southworth, «When You’re This, This Is Love»
Der «Rolling Stone» nennt es dylaneske Folk-Rock-Hymnen. Wobei die Grenze zwischen somnambul und stinklangweilig manchmal schmal sei. Für mich überschreitet dieser britisch-kanadische Musiker diese Grenze nie.

London Brew, –
Miles Davies «Bitches Brew» von 1969 stand der brodelnden Londoner Jazzszene Pate. Entstanden ist ein nicht minder aufregendes Anknüpfungsalbum.

Robert Finley, «Black Bayou»
Funkig-bluesiger Soul, wie es intensiver kaum geht. Von einem Musiker, der seine Karriere eigentlich ad acta legen wollte. Typischerweise produziert von Dan Auerbach (Black Keys).

Shana Cleveland, «Manzanita»
Vom Surf-Rock ihrer Band La Luz ist dieses Soloalbum ein gehöriges Stück entfernt. Hier dominiert dunkler, ruhiger, enorm eingängiger Folk.

Tian Qiyi/Jah Wobble, «Red Mist»
Manchmal klingt die Wut von PIL an, wo Jah Wobble einst den Bass bediente. Hier musiziert der Brite mit seinen Söhnen. Asiatische Klänge treffen auf Jazz, Postpunk und viel Dub.

Ebenfalls gern und oft gehört:

Anohni & The Johnsons, «My Back Was A Bridge For You To Cross»
Aksak Maboul, «Une Aventure de VV (Songspiel)»
Altin Gün, «Aşk»
Avalon Emerson & The Charm, –
Beirut, «Hadsel»
Black Country, New Road, «Live At Bush Hall»
Black Pumas, «Chronicles Of A Diamond»
Blur, «The Ballad Of Darren» (Deluxe)
Bob Dylan, «Fragments – Time Out Of Mind Sessions 1996-97 (The Bootleg Series Vol. 17)»
Bob Dylan, «Shadow Kingdom»
Bombay Bicycle Club, «My Big Day»
Boygenius, «The Record»
Caroline Rose, «The Art Of Forgetting»
Clientele, «I Am Not There Anymore»
Coral, «Sea Of Mirrors»
Durand Jones, «Wait Til I Get Over»
Element of Crime, «Morgens um vier»
Everything But The Girl, «Fuse»
Fire feat. Adrian Sherwood, «Fire»
Gabriels, «Angels & Queens» (Deluxe Edition)
Gorillaz, «Cracker Island»
Guiding Star Orchestra, «Communion»
Hauschka, «Philanthropy»
Israel Nash, «Ozarker»
Jah Myhrakle, «Who Keeps The Seals Dub»
Jah Wobble, «Dark Luminosity: The 21st Century Collection»
Jaimie Branch, «Fly Or Die Fly Or Die Fly Or Die ((World War))»
Jalon Ngonda, «Come Around And Love Me»
Jonathan Wilson, «Eat The Worm»
Jungstötter, «One Star»
Kino Doscun/Youthie, «Sahar» (EP)
Lana Del Rey, «Did You Know That There’s A Tunnel Under Ocean Blvd»
Les Yeux D’La Tête, «Paris Berlin (live)»
Louis Jucker, «Suitcase Suite»
Marlene Ribeiro, «Toquei No Sol»
Mavericks, «In Time (10th Anniversary Deluxe)»
Muse, «Absolution XX Anniversary»
Nick Waterhouse, «The Fooler»
Niklas Paschburg, «Panta Rhei»
Panda Bear/Adrian Sherwood, «Reset In Dub»
Pretenders, «Relentless»
Queens Of The Stone Age, «In Times New Roman…»
Robert Forster, «The Candle And The Flame»
Róisín Murphy, «Hit Parade»
Rolling Stones, «Hackney Diamonds»
Roman Nowka’s Hot 3/Stephan Eicher, «Kunscht isch geng es Risiko» (EP)
Rufus Wainwright, «Folkocracy»
Sam Burton, «Dear Departed»
Say She She, «Silver»
Shantel, «Metrópolis»
Sigur Rós, «Átta»
Skinny Pelembe, «Hardly The Same Snake»
Slowdive, «Everything Is Alive»
Sparks, «The Girl Is Crying In Her Latte»
Steven Wilson, «The Harmony Codex»
Sufjan Stevens, «Javelin»
Teenage Fanclub, «Nothing Lasts Forever»
Temples, «Exotico»
The Arcs, «Electrophonic Chronic»
The Necks, «Travel»
The Waeve, «The Waeve»
The 18th Parallel, «Downtown Sessions»
To Athena/Esmeralda Galda, «Wältuntergang» (EP)
Yves Tumor, «Praise A Lord Who Chews But Which Does Not Consume (Or Simply, Hot Between Worlds)»
Wilco, «Cousin»
Züri West, «Loch dür Zyt»

Slowshift am 3.11. im Rahmen des Iceland Airwaves 2023 in der Fríkirkjan. (Bild Hans Bärtsch)

Singles/Einzelsongs:

All Hands_Make Light, «We Live On A Fucking Planet And Baby That’s The Sun»
Christian Kjellvander/Tonbruket, «September Weather»
Coral, «The Sinner»
En Attendant Ana, «Wonder»
Grandaddy, «Cabin In My Mind»
Ian Brown, «Rules»
Justina Lee Brown, «Billiki»
Kassi Valazza, «Watching Planes Go By»
King Hannah, «Like A Prayer»
Louis Cato, «Unsightly Room»
Maxim Helincks, «River»
Olivia Rodrigo, «Vampire»
Pip Blom, «Tiger»
Slowshift, «Sir» (feat. Gordi), «End Up» (feat. Fay Wildhagen und Kristian Kristensen) und «Every Kind Of L»
Sparklehorse, «The Scull Of Lucia»
Vera Sola, «Desire Path»

Justina Lee Brown mit einem Gospelprojekt am 23.11. in der katholischen Kirche Sargans. (Bild Hans Bärtsch)

Das Beste 2022 (Musik)

Ein seltsames Musikjahr, wenn ich mir die ganzen Bestenlisten anschaue. Noch selten fühlte ich mich weniger Zuhause bei den Wertungen von durchaus geschätzten Musikjournalistinnen und -journalisten. Wobei… stimmt nicht ganz, es gab einige sogenannten Konsensalben, hinter denen fast alle stehen und die praktisch in jeder Liste auftauchen. Einige von denen gehören auch für mich zu den besonderen Hörerlebnissen. Danebst gab es aber noch viel mehr zu entdecken. Hier meine Favoriten 2022, quer durch verschiedenste Musikstile und in alphabetischer Reihenfolge.

Konsensalben
Björk, «Fossora»
Black Country, New Road, «Ants From Up There»
Cate Le Bon, «Pompeii»
Danger Mouse & Black Thought, «Cheat Codes»
Elvis Costello & The Imposters, «The Boy Named If»
Fontaines D.C., «Skinty Fia»
Kendrick Lamar, «Mr. Morale And The Big Steppers»
Rosalía, «Motomami»
Sault, Diverse (u.a. «Air»)
The Smile, «A Light For Attracting Attention»
Tocotronic, «Nie wieder Krieg»
Wet Leg, «Wet Leg»
Weyes Blood, «And In The Darkness, Hearts Aglow»
Wilco, «Cruel Country»

Lieblingsalben
Action & Tension & Space, «Tellus»
Andrew Bird, «Inside Problems»
Animale Triste, «Night Of The Loving Dead»
Arctic Monkeys, «The Car»
Beirut, «Artifacts»
Brian Jackson, «This Is Brian Jackson» (inkl. Instrumentals)
Buddy Guy, «The Blues Don’t Lie»
C Duncan, «Alluvium»
Calexico, «El Mirador»
Daniel Rossen, «You Belong There»
Dean Owens, «Sinner’s Shrine»
Ernst Molden, Ursula Strauss, Herbert Pixner u.a., «Oeme Söö»
Faber, «Orpheum (live)»
Fai Baba, «Veränderet»
Gabriels, «Angels & Queens – Part I»
Hermanos Gutiérrez, «El Bueno Y El Malo»
Horace Andy, «Rockers And Scorchers»
Jack White, «Entering Heaven Alive»
Júníus Meyvant, «Guru»
King Gizzard & The Lizard Wizard, «Ice, Death, Planets, Lungs, Mushrooms And Lava»
King Hannah, «I’m Not Sorry, I Was Just Beeing Me»
Makaya McCraven, «In These Times»
Michael Head & The Red Elastic Band, «Dear Scott»
Pumajaw, «Scapa Foolscap»
Run Logan Run, «Nature Will Take Care Of You»
Spiritualized, «Everything Was Beautiful»
Spoon, «Lucifer On The Sofa»
Stahlberger, «Lüt uf Fotene»
Suede, «Autofiction»
Tami Neilson, «Kingmaker»
The Jazz Butcher, «The Highest In The Land»
Tommy McLain, «I Ran Down Every Dream»
Wanda, «Wanda»
Young Gods, «Play Terry Riley in C»

Einzelsongs/EPs
Bdrmm, «Three»
Binker & Moses w. Max Luthert, «Accelerometer Overdose»
Dry Cleaning, «Driver’s Story»
Gogol Bordello, «Blueprint»
Lee Fields, «Save Your Tears For Someone New»
Martin Miller/Kirk Fletcher, «Sunshine Of Your Love»
Mattiu, «Sur La Selva» (EP)
Phoebe Bridgers, «So Much Wine» (EP)
Warhaus, «Open Window»

Compilations/Reissues/Live
Beach Boys, «Sail On, Sailor»
Beatles, «Revolver»
Coral, «The Coral»
Creedence Clearwater Revival, «At The Royal Albert Hall (1970)»
David Bowie, «Divine Symmetry»
Franz Ferdinand, «Hits To The Head»
Dennis Bovell, «The Dubmaster: The Essential Anthology»
King Size Dub 25 (Diverse)
Wilco, «Yankee Hotel Foxtrot»



Das Beste 2016 – TONTRÄGER

2016: Ein Jahrgang, der es in sich hatte. Reden wir nicht von Politik, sondern von Kunst und Kultur. Musikalisch äusserst ergiebig, wenn man seine Ohren in alle Richtungen offen hat(te) – was ja in Zeiten des Internets nicht so schwierig ist. Hier meine Top Ten mit einer klaren Nummer 1.

MARLON WILLIAMS – «Marlon Williams»
Ein Album, das für mich seit seinem Erscheinen vor knapp einem Jahr den Tag beschliesst. Jeden Tag. Keine andere Musik habe ich also öfters gehört 2016. Warum, kann ich allerdings bis heute nicht richtig in Worte fassen. Sicher ist es die unglaubliche Stimme des 26-jährigen Neuseeländers, die melodieseligen Lieder, die in starkem Kontrast stehen zu den dunklen Inhalten. Es ist, wie wenn sich Chris Isaak mal wieder am Riemen gerissen hätte für einen durchgehend guten Longplayer, oder Rufus Wainwright sich stilistisch nicht in alle Himmelsrichtungen verzetteln würde. Williams‘ Musik bewegt sich im weiten Americana-Feld, bedient sich des Sixties-Folk, spielt mit Bluegrass, Country, Rock’n’Roll. Ist aber vor allem eines: einfach unglaublich schön.

DAVID BOWIE – «Blackstar»
Die Konsensplatte des Jahres, die in keiner Bestenliste fehlt. Auch der traurige Umstand, dass deren Erschaffer nur zwei Tage nach dem Erscheinungstermin verstarb, schmälert die Qualität in keiner Weise. Verwandlungskünstler David Bowie hat sich mit «Blackstar» nochmals neu erfunden. Sich mit einer Jazzband zusammengetan, um einen düsteren, sperrigen Klangkosmos zu kreieren. Ein letzter Höhepunkt in der Karriere dieses Jahrhundertmusikers.

QUANTIC PRESENTA FLOWERING INFERNO – «1000 Watts»
Viele könnens ja nicht so mit Dub – zu eintönig, langweilig. Sage das einer von diesem Album! Der Engländer Will Holland, der hinter dem Namen Quantic steckt, hat mit Hilfe von Reggae-Koryphäen wie dem Bob-Marley-Schlagzeuger Carlton «Santa» Davis oder Sängerin Hollie Cook eine unglaublich groovende, abwechslungsreiche Scheibe aufgenommen. Das rührt vor allem daher, dass Holland ein stilistischer Grenzgänger ist, der sich unter anderem auch in allen möglichen Latino-Spielarten auskennt. «1000 Watts» ist der dritte Teil des Projekts «Flowering Inferno», das dem Dub eine kräftige Blutauffrischung beschert.

ORKESTA MENDOZA – «¡Vamos A Guarachar!»
Um beim Thema Grenzgänger zu bleiben – auch Sergio Mendoza ist ein solcher. Er hat mexikanische Spielarten wie Cumbia mit der Muttermilch aufgesogen. Und sich dann irgendwann in den USA mit dem Rock’n’Roll angefreundet. Das Resultat ist etwas vom Heissesten, was derzeit aus jener musikalischen Weltecke ertönt. Mitglieder von Calexico haben Hand angelegt bei diesem Album. «¡Vamos A Guarachar!» enthält schmalztriefende Balladen und pulsierende Hymnen. Musik, die Freude bereit, nicht mehr, und nicht weniger. Sehr grosse Freude.

MOP MOP – «Lunar Love»
Jede Musik hat ihre Wirkung. Was auf diesem Album ertönt, hat etwas zutiefst Meditatives, auch wenn es mal funky-jazzig abgeht. Der Italiener Andrea Benini, der hinter dem Projekt Mop Mop steckt, hat ein fantastisches Händchen für entspannte, aber immer spannende Downtempo-Stimmungen. Für Musik mit Wirkung eben.

CHILDISH GAMBINO – «Awaken, My Love!»
Es gibt wegweisende Alben, die kurz vor Jahresende veröffentlicht werden, und deshalb durch alle Jahresbestenlisten rasseln. Dies hier ist so eines. Donald Glover, der Kopf hinter Childish Gambino, ist ein künstlerischer Tausendsassa: Schauspieler, Comedian, Drehbuchautor, Regisseur, Rap-Musiker (Quelle: Wikipedia). Wie D’Angelo geht Glover mit dem Projekt Childish Gambino als Neuerer in Sachen Black Music durch. Bereits die Eröffnungsnummer «Me And Your Mama» ist ein Song von übergrosser Strahlkraft.

CHRIS ROBINSON BROTHERHOOD – «Anyway You Love, We Know How You Feel»
Während mich Ryley Walker mit seinem Zweitling nicht mehr zu überzeugen vermochte, sprang Chris Robinson Brotherhood in die sich auftuende Lücke des psychedelisch angehauchten Sixties-Rock. Wobei: Retro ist da gar nichts. Vielmehr ist «Anyway You Love…» ein unglaublich entspanntes, zeitloses Stück Musik mit richtigen Rockgitarren und Harmoniegesängen à la Crosby, Stills, Nash & Young. Ach ja: Chris Robinson Brotherhood ist eigentlich nichts anderes als ein neuer Name für Black Crowes. Erinnert sich jemand? Ach ja zum Zweiten: Wems gefällt, der lasse sich auch die nachgeschobene EP «If You Lived Here, You Would Be Home By Now» nicht entgehen.

RADIOHEAD – «A Moon Shaped Pool»
Zerrissen, ekstatisch, wie ein Feuerwerk, das im- statt explodiert. Irgendwie hatte die neue Radiohead-Scheibe nach Erscheinen nur eine kurze Halbwertszeit auf meiner Playlist. Beim Wiederhören zum Jahresende zeigt sich jedoch – das ist eines der besten Alben überhaupt dieser britischen Überrocker.

JAMES – «Girl At The End Of The World»
Um auf der Insel zu bleiben: Die Band James ist eines der letzten Überbleibsel der Madchester-Szene. Eine Institution. Und nach wie vor in alter Frische unterwegs, gerade auch, was ihre Liveauftritte anbelangt. «Girl At The End…» ist bei weitem nicht das beste Werk von James, aber immer noch eine erfreulich treibende, an leider vergangene Zeiten (auch des Britpops) erinnernde Songsammlung.

IGGY POP – «Post Pop Depression»
Punkig-wütender trifft Stoner-Rock. Unter Mithilfe von Mitgliedern der Queens Of The Stone Age ist Iggy Pop ein äusserst poppiges Album gelungen, und das im positivsten Sinn. Jeder Song kommt wie aus Stein gemeisselt daher, Hookline reiht sich an Hookline. Da ist nichts zu viel oder zu wenig, sondern genau so, wie es sein muss. Mit jedem Hören wird «Post Pop Depression» etwas mehr zu meiner liebsten Iggy-Pop-Scheibe überhaupt.

Weiters sehr gut gefallen haben mir 2016 folgende Alben (leider ohne Schweizer Beteiligung): «Love & Hate» von Michael Kiwanuka, «Hopelessness» von Anohni, «The Hope Six Demolition Project» von PJ Harvey, «Holy Cow» von Dub Dynasty, «You Want It Darker» von Leonard Cohen, «The Musical Mojo Of Dr. John» von Dr. John mit Gästen, «Night Thoughts» von Suede, «Blue And Lonesome» von Rolling Stones, «We Got It From Here… Thank You 4 Your Service» von A Tribe Called Quest, «City Sun Eater In The River Of Light» von Woods, «Floating Harmonies» von Júníus Meyvant, «Alles nix Konkretes» von AnnenMayKantereit, «Island Songs» von Ólafur Arnalds, «Ina Forsman» von Ina Forsman, «Amore meine Stadt (live) von Wanda.

Das Beste 2015 – KONZERTE

 

Faada Freddy
am 23. Juli am Paléo-Festival, Nyon

Richard Thompson
am 6. Oktober im Papiersaal, Zürich

Patti Smith
am 25. Juli am Paléo-Festival, Nyon

Mavericks
am 26. Juni am Trucker & Country Festival, Interlaken

D’Angelo And The Vanguard
am 8. Juli am Montreux Jazz Festival

Nils Frahm
am 7. Juli am Montreux Jazz Festival

Lady Gaga & Tony Bennett
am 6. Juli am Montreux Jazz Festival

Federspiel
«Spiegelungen»-Tour (im November; u.a. Altes Kino, Mels, und Diogenes-Theater, Altstätten)

Los Dos
am 5. Juni in der Klibühni, Chur, und am 27. August am Jazzfestival Willisau

Arstidir, Red Barnett, Manu Delago Handmade, John Grant & The Iceland Symphony Orchestra, Morning Bear, Ojba Rasta, Mafama, Soley
alle im November am Iceland Airwaves in Reykjavik

 

Das Beste 2015 – TONTRÄGER

 

PUTS MARIE – «Masoch I-II»
Nur teilweise neues Songmaterial der Bieler Band, aber endlich mal ein ordentliches Album. Für mich die Indie-Variante der Sensational Alex Harvey Band, sofern die noch jemand kennt. Puts Marie ist vor allem auch ein toller, theatraler Live-Act.

Faber – «Alles Gute»
«Züri brennt (nicht mehr)» singt der Zürcher Musiker, der seine erste EP mit sechs Liedern via die Crowdfunding-Plattform Wemakeit finanziert hat. Faber – ein noch komplett verkannter Singer/Songwriter mit dem Zeug zu Grösserem.

Howlong Wolf  – «Where Do We Go From Here»
Und noch ein Schweizer Act. Nein – nicht aus Heimatschutzgründen. Sondern weil Admiral James T. aus Winterthur mit allem, was er musikalisch anlangt, wunderbare Hörerlebnisse vorzugsweise im Americana-Stil fabriziert.

D’Angelo And The Vanguard – «Black Messiah»
Eigentlich ein 2014er-Album. Aber weil so knapp vor dem letzten Jahresende veröffentlicht, fand es in keiner Bestenliste mehr Aufnahme. Dort gehört dieser hochkomplexe und -energetische Stilmix aus R’n’B, Soul, Jazz und Funk aber hin.

Kamasi Washington – «The Epic»
Jazz ist ja eigentlich nicht mein Ding. Aber dieses in jeder Hinsicht epische Werk ist in meinen Augen nicht weniger als DER Nachfolger von Miles Davis bahnbrechendem, Jazz und Rock vereinenden Album «Bitches Brew».

FFS – «FFS»
Franz Ferdinand und Sparks – was für eine Kombination! Glamrock at its best! Knackige Popsongs von Vertretern zweier komplett verschiedener Musikergenerationen. Die Platte, die 2015 am meisten Spass bereitet hat.

Ryley Walker – «Primrose Green»
Eine Platte wie zu besten Westcoast- und Hippie-Zeiten. Folk, Jazz, Rock in schlüssige Psychedelic-Songs gegossen. Tim Buckley klingt an, Grateful Dead, Nick Drake, Pentangle, John Martyn. Ein wunderbarer Backlash in die Sixties. Ach ja: Ryley Walker hat Jahrgang 1989.

John Grant – «Grey Tickles, Black Pressure»
Kein Sänger berührt mich derzeit mehr als John Grant. Gleichwohl gefällt mir auf seinem neuen Album längst nicht alles. Die drögen Elektro-Pop-Ausflüge können mir gestohlen bleiben. Aber die balladesken Nummern sind schlicht göttlich.

The Arcs – «Yours, Dreamily»
Auch Dan Auerbach (Black Keys) kann anpacken, was er will – es gelingt. Mit seinem Projekt The Arcs beschert er uns ein gutes Dutzend groovig-coole Rocksongs, die einem nicht mehr aus den Gehörgängen wollen.

Fat Freddy’s Drop – «Bays»
Neuseeland und soulig-funkig groovender Dub-Reggae? Nicht gerade die logischste Kombination. Aber FFD reissen einen von der ersten Sekunde vom Hocker – die Energie der Musik (inklusive tolle Bläser!) ist schier mit Händen greifbar.

Boz Scaggs – «A Fool To Care»
Gut gereift wie ein Wein im Eichenfass. 71 ist der US-Sänger/Gitarrist mittlerweile. Und noch immer einer der besten seiner Zunft. R’n’B, Blues und ein Schuss Rock, dazu Duett-Partnerinnen wie Lucinda Williams – und fertig ist ein erdiges Album.

And The Golden Choir – «Another Half Life»
Hinter diesem wie aus der Zeit gefallenen Album steckt der Berliner Tobias Siebert. Und reiht sich mit seinem Gospel-trifft-auf-Indie-Rock unter die ganz grossen Tüftler der Populärmusik wie Thom Yorke, an den Siebert Stimme manchmal auch erinnert.

Willis Earl Beal – «Noctunes»
Blackmusic, Spoken Word, Gil Scott-Heron. Das kommt einem bei den minimalistisch gehaltenen Songs des Amerikaners in den Sinn. Unter Ambient-Soul-Jazz lässt es sich einigermassen verorten. Eine der betörendsten Stimmen derzeit.

Godspeed You! Black Emperor – «Asunder, Sweet And Other Distress»
Die Post-Rocker, die es mir (nebst Mogwai) am besten können. Die neuste mag nicht die allerbeste Scheibe des kanadischen Musikerkollektivs sein. Aber hey, viermal plus/minus zehnminütiger Lärm, der sich souverän zwischen ambient-ruhigen Phasen und orgiastischen Ausbrüchen bewegt, lässt man sich doch gerne gefallen.

Jah Wobble – «Redux: Anthology 1978-15»
Mein absoluter Lieblings-Bassist. Mit Punk (PIL) begonnen, beim Dub gelandet. Mit Zwischenstationen bei Krautrock-Vertretern wie den Can-Musikern Czukay/Liebezeit – und Literaturvertonungen. Meine Box des Jahres jedenfalls (nebst Bob Dylans «Bootleg Series Vol. 12: The Cutting Edge 1965–1966»).

 

Streaming kannibalisiert Downloads

Im Hoch: Schallplatten sind wieder vermehrt gefragt, der Musikmarkt insgesamt ist weiter rückläufig. (Bild Carsten Jünger/Pixelio)

Im Hoch: Schallplatten sind wieder vermehrt gefragt, der Musikmarkt insgesamt ist weiter rückläufig. (Bild Carsten Jünger/Pixelio)

 

Plattenfirmen verlieren weiter an Umsatz – auch, weil das Download- Geschäft erstmals wieder zurückgeht.

Von Hans Bärtsch

Von 312 Millionen Franken im Jahr 2000 auf noch 84,8 Millionen im vergangenen Jahr – der Tonträgermarkt in der Schweiz (und weltweit) schrumpft kontinuierlich. Zum Vorjahr (2013) wars ein weiteres Minus von acht Prozent. Immerhin: Der Rückgang hat sich leicht verlangsamt, wie den neusten Zahlen des Branchenverbandes Ifpi zu entnehmen ist, der 30 Plattenfirmen vertritt.

Minus auch bei Downloads

Interessant ist, dass die rückläufige Tendenz nicht nur auf die Kappe der physischen Tonträger geht, sondern auch vor den Downloads nicht halt gemacht hat. Das legale Herunterladen von Musik aus dem Internet war in den letzten Jahren zu einem der Hoffnungsträger der Branche geworden – und damit soll es jetzt bereits wieder vorbei sein? Es sieht so aus. Anstelle der Downloads tritt nämlich immer mehr das Streaming; es gibt auch immer mehr Anbieter in diesem Bereich, die bekanntesten sind Spotify und Deezer, Google und Apple stehen in den Startlöchern.

Streaming, beflügelt durch die flächendeckende Verbreitung von Smartphones, kommt in der Schweiz inzwischen auf einen Anteil von 14 Prozent am gesamten Musikmarkt. Unterm Strich hat das Plus beim Streaming (+87 Prozent) das Minus bei den Downloads (–21 Prozent) umsatzmässig nicht zu egalisieren vermögen. Anders ausgedrückt: Diese beide Formate kannibalisieren sich – wer Musik streamt, braucht den Download nicht mehr. Die Ifpi spricht in ihrer Mitteilung von einem «Strukturwandel» im «äusserst dynamischen Digitalgeschäft».

Viel Schweizer Musik

Rund 27 Prozent ihrer Umsätze erzielten die Schweizer Musiklabels im Übrigen mit nationalen Künstlern. Gölä, Bligg und Beatrice Egli schafften es in die Top Ten der Schweizer Album-Hitparade, in den Top 100 waren insgesamt 23 Alben von Schweizer Interpreten vertreten. In den Aufbau nationaler Künstlerinnen und Künstler investierten die Plattenfirmen 2014 rund sechs Millionen Franken. Für Ifpi-Präsident Ivo Sacchi – er ist auch Geschäftsführer von Universal Music – sind die Musiklabels eine «unentbehrliche Stütze der Schweizer Musikszene».

pdf Südostschweiz (25.02.2015)

Das Beste im 2014 (Musik, Theater und TV-Serien)

Musik

Kiasmos, «Kiasmos»

 

Wanda, «Amore»

 

Musée Mécanique, «From Shores Of Sleep»

 

Temples, «Sun Structures»

 

Toni Green, «Milk & Green»

 

Adrian Raso & Fanfare Ciocarlia, «Devil’s Tale»

 

Und dann noch (unter vielem weiterem): Colorama («Temari»), D’Angelo & The Vanguard («Black Messiah»), Damon Albarn («Everyday Robots»), Elbow («The Take Off And Landing Of Everything»), Fink («Hard Believer»), Geraint Watkins («Moustique»), Joe Henry («Invisible Hour»), John Southworth («Niagara»), Kasabian («48:13»), Lee Fields («Emma Jean»), Lee «Scratch» Perry («Back On The Controls»), Liam Finn («The Nihilist»), Lucinda Williams («Where The Spirit Meets The Bone»), Naomi Shelton & The Gospel Queens («Cold World»), Neneh Cherry («Blank Project»), Opeth («Pale Communion»), Perfume Genius («Too Bright»), Red Martina («Come On Home»), Roddy Frame («Seven Dials»), Sam Smith («In The Lonely Hour»), Scott Walker + Sunn O))) («Soused»), Sohn («Tremors»), The New Basement Tapes («Lost On The River»), Thom Yorke («Tomorrow’s Modern Boxes»)

 

Konzerte

Kiasmos (am Iceland Airwaves in Reykjavik)

Eels (am Montreux Jazz Festival)

Radio Oasaka (im Walcheturm in Zürich und im Cinema sil Plaz in Ilanz)

Mich Gerber feat. Al Comet (im Alten Kino in Mels)

The Daptone Super Soul Revue (am Montreux Jazz Festival)

Fink (am Poolbar-Festival in Feldkirch)

 

Theater

«Anne» (im Theater Amsterdam)

«Laina Viva» (zum Nationalpark-Jubiläum in Zernez)

Ingo Appelt (am Humorfestival in Arosa)

 

TV-Serien

True Detective

 

Gomorrah

 

Homeland (Season 4)

 

Fargo

 

Lilyhammer (Season 3)

 

Und dann noch (unter weiterem): Justified (Season 5), Sons Of Anarchy (Season 1-3), The Walking Dead (Season 5), Shameless (UK; Season 8-9), Game Of Thrones (Season 1-2), Sherlock